Sehr geehrter Herr Kornelius, sie sind bereits seit dem 21.01.2008 als Dipl. Ingenieur (FH) Medizintechnik über uns bei der Firma Roche Diagnostics GmbH beschäftigt. Sie arbeiten in dem Bereich Diabetes Care und sind an der Entwicklung der Blutzuckermessgeräte beteiligt. Hiermit möchten wir Ihnen ein paar Fragen zu Ihren Aufgaben und bisherigen Erfahrungen stellen:
Was sind Ihre Kernaufgaben bei Roche?
Anfangs unterstützte ich meine Kollegen bei den vielen Versuchen in der Entwicklungsphase. Ich habe die Versuche betreut, d.h. Versuchspläne geschrieben, die Messungen durchgeführt, ausgewertet, Ergebnisse dokumentiert und präsentiert. Später habe ich sogenannte Toleranzversuche durchgeführt. Das sind wichtige Versuche, um die Parameter der Maschine zu qualifizieren und deren Produktionstoleranzgrenzen festzulegen. Ich habe die Planung, Durchführung und Auswertung für einzelne Module übernommen. Darüber hinaus war ich für Langhaltbarkeitsuntersuchung am Produkt zuständig, d.h. das Endprodukt wurde unter unterschiedlichen Klimabedingungen eingelagert, dann nach unterschiedlichen Zeiträumen wieder ausgelagert und nach verschiedenen Gesichtspunkten untersucht. Zurzeit bin ich in einem Projektteam integriert, welches sich um Problem- und Prozessanalysen an der Anlage kümmern soll. Wir überprüfen, wie die Anlage und der Prozess laufen, bzw. wenn nicht, wie man den Fehler beheben oder den Prozess verbessern kann.
Arbeiten Sie mehr am Schreibtisch oder an der Anlage?
Ich stehe jetzt mehr an der Anlage, um zu schauen wie sie läuft. Somit kann ich jederzeit die Fehler im Prozess mit den zuständigen Bedienern und Mechanikern analysieren.
Sind Sie mit Ihrem Aufgabengebiet zufrieden?
Ja, sonst hätte ich mir schon etwas anderes gesucht. Wenn man mit dem Aufgabengebiet nicht zufrieden ist, bringt es nichts sich weiter damit unnötig zu quälen. Man hat dann automatisch mehr Motivation sich nach etwas Neuem umzuschauen.
Wie schätzen Sie Ihre Entwicklung seit Ihrem Anfang bei Roche im Januar 2008 ein?
Meine Verantwortung bei Roche ist im Laufe der Zeit gestiegen. Mit jedem Projekt wird man wieder ein Stück wichtiger für die Firma, und wird wieder noch mehr ins jeweilige Projekt integriert. Ich hatte das Glück mit meinen Aufgaben weiter zu wachsen. Das Wissen und die Erfahrung, die ich mir während des Entwicklungsprozesses angeeignet hab, kann mir keiner mehr nehmen, und das kommt mir natürlich auch im Produktionsprozess zugute.
Als wir das Einstellungsgespräch geführt haben und ich Ihnen Ihre zukünftigen Aufgaben erläutert habe, hat sich das mit Ihren Aufgaben gedeckt?
Die Tätigkeiten, die mir beim Vorstellungsgespräch aufgezählt wurden, habe ich dann auch durchgeführt und mit der Zeit kamen natürlich noch weitere Aufgaben hinzu. Die Grundvoraussetzung war ja gewesen, dass sich derjenige mit Versuchsdurchführung, Statistik, Dokumentation, bisschen Mathematik und Physik auskennt und ein allgemein gutes Verständnis für Technik und technische Abläufe besitzt. In diesem Sinne hat es sich mit der Beschreibung gedeckt.
Die Produkte an denen Sie mitgewirkt haben sind auch in Deutschland erhältlich. Wie ist das für Sie?I
ch finde es schön und man ist auch stolz darauf. Es ist ein schönes Gefühl der Familie und den Freunden erzählen und zeigen zu können, woran man die ganze Zeit gearbeitet hat. Bevor ich hier angefangen habe, hätte ich nie daran gedacht, wie viel Arbeit und Know-how in solch einem Produkt steckt und wie viel Zeit und Arbeit benötigt wird, damit die Prozesse gut laufen.
Dann noch etwas über Ihre Person. Sie haben ja nach dem Studium relativ früh bei uns angefangen als Berufseinsteiger. Haben Sie das bis jetzt bereut?
Ich hatte kurz nach Beendigung meines Studiums einen Unfall und war für mindestens ein halbes Jahr weg von Arbeitsmarkt. Ich hab also die Bewerbungsphase direkt nach dem Studium verpasst und hatte nicht die Möglichkeit gleich durchzustarten.Als ich dann wieder angefangen habe mich zu bewerben, habe ich umgehend von headway ein Feedback erhalten. Dann ging alles sehr schnell. Innerhalb von einem Monat bin ich mit headway zusammen bei Roche zum Bewerbungsgespräch gewesen und nur kurze Zeit später habe ich auch schon den Arbeitsvertrag unterschrieben. Ich war sehr froh nach meinem Unfall so einen guten Job gefunden zu haben. Bei den anderen Firmen zog sich das wirklich noch lange hin, bis ich überhaupt eine Nachricht über eine Entscheidung bezüglich meiner Bewerbung erhalten habe.Ich muss sagen, dass ich als Berufseinstieg das Arbeiten bei Ihnen gar nicht so schlecht finde. Man kommt schneller und unkomplizierter an ein Berufsverhältnis, als wenn man sich direkt irgendwo bewirbt, da dort die Auswahlverfahren länger dauern. Ich kann für mich sagen, dass es für meinen Einstieg in Berufsleben nach dem Unfall nicht hätte besser laufen können.
Abgesehen davon das es für Sie am Anfang eine Chance war, wie ist das für Sie über uns angestellt zu sein?
Der Wunsch, fest einer Firma anzugehören, der besteht. Andererseits, wenn einem die Arbeit gefällt, das Geld stimmt und man zufrieden ist mit seiner Zeitarbeitsfirma, dann ist das doch legitim und nichts wofür man sich schämen muss. Grade in der heutigen Zeit, wo die großen Betriebe immer mehr Zeitarbeitnehmer einstellen. Wenn alle für sich selbst gewählten Kriterien stimmen, warum sollte man da Ambitionen haben jetzt unbedingt wechseln zu wollen? Außerdem ist das Ansehen der Zeitarbeit in den vergangenen Jahren um einiges gestiegen und nicht mehr zu vergleichen mit der Arbeit zu früher, vor allem auf dem Gebiet der Ingenieurdienstleistungen. Allerdings habe ich kurz nach dem Studium schon mal als Aushilfe bei einem anderen Personaldienstleister gearbeitet, und dort hatte ich das Gefühl ausgenutzt zu werden. Bei headway habe ich allgemein ein gutes Gefühl, ich spüre eine Wertschätzung und habe nicht das Gefühl minderwertig zu sein. Ich bin also sehr zufrieden mit meiner Arbeit und mit headway als Arbeitgeber.